changement!
Stand: März 2019

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CM vom 28.03.2019, Heft 02, Seite 30 - 34, CM1299445
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Souveränität statt Methodenwahn

Sabine Dietrich

Sabine Dietrich Nach 20 Jahren im Management eines Konzerns gründete Sabine Dietrich 2009 ihr Unternehmen. Als Beraterin und Business Coach begleitet sie Unternehmen und Manager in Veränderungsprozessen. Ihr neuestes Buch heißt: „Jedes Jahr eine neue Sau. Wie Manager den Methodenwahn durch Souveränität ersetzen“.

Jeder kennt das: Eine Veränderung im Unternehmen jagt die nächste. Die Abstände werden immer kürzer, von Organisationen und Mitarbeitern wird immer mehr gefordert. Agilität und Design Thinking, Holacracy und Beyond Budgeting – jeder möchte dabei sein und meint, keine gerade aktuelle Welle verpassen zu dürfen. Wer will schon verantwortlich dafür sein, dass das eigene Unternehmen, der eigene Verantwortungsbereich auf die allseits geforderten Veränderungen durch die omnipräsente Digitalisierung und Globalisierung nicht reagiert? Und wie können Manager aus dem Methodenwahn aussteigen?

Es ist unstrittig, dass die Anforderungen an Unternehmen aufgrund von Digitalisierung und Globalisierung steigen und sich der Veränderungsdruck erhöht. Dies macht jedoch auch für den Wahn, stets neue Methoden anzuwenden, immer anfälliger. Nun ist Methodenwahn kein Phänomen der heutigen Zeit. KVP, Just-in-Time, Six Sigma, Lean, Outsourcing – das sind nur einige Trends, die wie die Sau durchs Managementdorf getrieben wurden. Mit viel Engagement und unterschiedlichem Erfolg. Doch was sind die Ursachen für diesen Wahn? Ist der zunehmende Druck auf Unternehmen und Entscheider wirklich die alleinige Ursache?

Glauben, Fixierung und weitere Ursachen

Es wirkt fast so, als würde der Methodenwahn vielmehr von inneren Faktoren befeuert. Wo in immer komplexeren Umgebungen Entscheidungen nicht mehr deterministisch kalkulierbar sind, hilft scheinbar nur Glauben. So folgen Entscheider oft blind der Magie der erfolgversprechenden Worte und hinterfragen weder den Nutzen für ihr Unternehmen noch die Interessen

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