changement!
Stand: März 2019

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CM vom 28.03.2019, Heft 02, Seite 15 - 18, CM1299435
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Veränderungsprozesse fair gestalten

Dr. Ulrich Wiek

Dr. Ulrich Wiek ist zertifizierter Fairnesscoach. Seit 1999 unterstützt er Organisationen, Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen als Trainer, Coach und Berater. Sein Buch zum Thema: „Fairness als Führungskompetenz. Strategie und Leitfaden für Führungskräfte und Unternehmen der Zukunft“ (Verlag Springer Gabler 2018).

Der Mensch ist der wichtigste Faktor in Veränderungsprozessen. Es lohnt sich daher, einen Aspekt genauer unter die Lupe zu nehmen, der den meisten Menschen sehr wichtig ist: Fairness. Ulrich Wiek zeigt konkrete Möglichkeiten für die tägliche Praxis auf, wie ein fairer Umgang miteinander gelingen kann. So lassen sich gerade in Change-Prozessen Emotionen beeinflussen und wichtige Leistungsfaktoren wie Motivation, Kooperation und Vertrauen stärken.

Auf die Frage, wie wichtig ihnen Fairness im Umgang ist, antworten die Menschen eindeutiger als vielleicht erwartet: 98 Prozent sagen „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“. Ob Mitarbeiter/-innen oder auch Führungskräfte das Gefühl haben, es gehe fair zu, ist deshalb kein Nice-to-have für ein Unternehmen. Wenn Change-Prozesse anstehen, entscheidet dieses Gefühl mit darüber, welche Widerstände entstehen oder wie groß die Bereitschaft ist, den Weg der Veränderung mitzugehen.

Ein gemeinsames Verständnis

Es gibt bis heute keine einheitliche Definition von Fairness, auch nicht in der Wissenschaft. Das liegt vor allem daran, dass jeder Einzelne Fairness im Alltag anders empfindet, häufig auch im Vergleich mit anderen (wie viel verdient der Kollege? Wie viel leistet er?).

Für die tägliche Zusammenarbeit benötigen Führungskräfte und Belegschaft jedoch einen gewissen Konsens in der Frage, ob zum Beispiel die Entscheidungen und Vorgehensweisen in der Zusammenführung zweier Unternehmen oder Abteilungen

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