changement!
Stand: März 2019

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CM vom 28.03.2019, Heft 02, Seite 4 - 7, CM1299427
changement! > corporate culture > Aufsatz

Die Bedeutung von „Change“ in einem agilen Kontext

Prof. Dr. Armin Trost

Prof. Dr. Armin Trost ist Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Hochschule Furtwangen. Als Berater, Redner, Autor und Vordenker im Bereich Personalmanagement hat er sich einen Namen gemacht. Kürzlich ist bei Springer Gabler sein Buch „Neue Personalstrategien zwischen Stabilität und Agilität“ erschienen.

Obwohl sich die Art, wie wir arbeiten, grundlegend verändert hat, sprechen wir immer noch von „Change“. Aber meinen wir damit wirklich noch das klassische Change Management? Passt das noch zur heutigen digitalen, unsicheren, komplexen und schnellen Welt, in der agile und vernetzte Strukturen auf dem Vormarsch sind? Gedanken zu einer zeitgemäßen Interpretation von Change.

Früher war die Welt des Change Management noch in Ordnung. Es war klar, was unter „Change“ zu verstehen ist. Ein typischer Change ist etwa eine groß angelegte Umstrukturierung. Ein Unternehmen wird in seiner Zusammensetzung umgebaut. Wir denken an Unternehmenszusammenschlüsse oder an die Übernahme eines vormals fremden Unternehmens. Eine Firma beschließt, nicht mehr das eine herzustellen, sondern von nun an das andere. Die Mitarbeiter sollen in Zukunft anders denken und handeln, weswegen eine umfassende Veränderung der Werte und der Unternehmenskultur angestrebt wird. Man will in Zukunft mehr aus Sicht der Kunden denken und weniger technologisch oder produktzentriert. Kurt Lewin hätte es nicht besser beschreiben können: unfreeze, change, refreeze. Wir bauen die Maschine auseinander, verändern sie und bauen sie dann wieder zusammen, damit sie von da an auf unbestimmte Zeit funktioniert. All dies war immer groß gedacht und in gewisser Weise strategisch. Viele Mitarbeiter waren davon betroffen.

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