changement!
Stand: Januar 2019

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CM vom 28.01.2019, Heft 01, Seite 40 - 43, CM1293439
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Mikropolitik verstehen und beeinflussen:

Machtanalyse

Christoph Nahrholdt

Christoph Nahrholdt ist Leiter der Metaplan-Akademie in Quickborn bei Hamburg. Er ist spezialisiert auf Entwicklungsprogramme für Unternehmerinnen, Führungskräfte und Berater, bei denen organisationale Verhältnisse und Dynamiken im Zentrum stehen.

„Oldies but Goldies“. Es gibt sie nicht nur als beliebte Musikhits aus vergangener Zeit, sondern auch als altbewährte Instrumente bei der Gestaltung des Wandels. In loser Folge stellen wir Change-Tools vor, die keine „One-Hit Wonder“ sind, sondern von langjährigen Veränderungsprofis sehr geschätzt und gern genutzt werden. Diesmal befasst sich Christoph Nahrholdt mit dem zentralen Aspekt der Mikropolitik: der Machtanalyse.

Die meisten Organisationsgestalter sind sich einig: Wer effektiv gestalten will, sollte vorher gut analysieren. Was aber sollte Kern der Analyse sein? Veränderungen werden zwar von der Hierarchie entschieden, ausschlaggebend für ihre Durchsetzbarkeit oder ihr Scheitern ist jedoch die vorherrschende Mikropolitik, also das interessengeleitete Handeln der beteiligten Akteure. Es ist daher hilfreich, das mikropolitische Zusammenspiel von Interessen, Macht und Vertrauen genauer zu betrachten. Will man Dynamiken in komplexen, arbeitsteiligen Organisationen verstehen, so müssen alle drei Felder der Mikropolitik analysiert werden, und zwar anhand folgender Suchrichtungen:

  • Interessen: Welche Interessen, Ziele, Abhängigkeiten der beteiligten Akteure gilt es zu beachten?

  • Vertrauen: Wo herrscht Vertrauen, wo Misstrauen zwischen Akteuren?

  • Macht: Welche Machtmöglichkeiten stehen den Akteuren wechselseitig zur Verfügung?

Während Interessen und Vertrauen relativ eindeutig und methodisch gestützt

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