changement!
Stand: August 2018

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CM vom 28.08.2018, Heft 06, Seite 28 - 31, CM1278774
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Kunstbasierte Interventionen: Den Groove im Business finden

Prof. Dr. Brigitte Biehl

Prof. Dr. Brigitte Biehl ist Leiterin des Instituts für Weiterbildung in der Kreativwirtschaft, welches als Intermediär Künstler und Unternehmen zusammenbringt, und leitet zudem den Bachelorstudiengang Creative Industries Management an der SRH Hochschule der populären Künste in Berlin. Ihre Bücher zum Thema: „Wirtschaftsästhetik. Wie Unternehmen die Kunst als Inspiration und Werkzeug nutzen“ (2011) und „Dance and Organisation. Integrating Dance Theory and Methods into the Study of Management“ (2017). Der Artikel entstand unter Mitarbeit von Amelie Sieker und Philipp Ritzler aus dem Studiengang.

„I am not a business man. I am an artist“, sagte der amerikanische Investment-Milliardär Warren Buffet. Tatsächlich ähnelt Management in einer globalen, dynamischen Wirtschaftswelt weniger einem nüchternen Umgang mit Menschen und Zahlen als einer Kunst. Führung und Zusammenarbeit sind keine rein rationalen Prozesse, sondern werden von implizitem Wissen und sinnlicher Wahrnehmung gesteuert. Kreativität, Improvisation und Innovation funktionieren nicht auf Knopfdruck, sondern verlangen neue Methoden, die sich gern bei der Kunst bedienen.

Ein aktueller Trend geht dahin, Kunst zur Personal- und Organisationsentwicklung und für Veränderungsprozesse einzusetzen. Immer mehr globale Unternehmen engagieren Maler, Schauspieler, Dichter, Geiger und Jazzmusiker für kurze oder längere Projekte mit den Mitarbeitern. Auch Führungskräfte musizieren, interpretieren Gedichte und spielen Theater, um komplexes Denken und kreatives Handeln zu lernen. Internationale Business Schools integrieren Kunstkurse in ihren Stundenplan und der Managementnachwuchs lernt aus der Shakespeare-Lektüre den gekonnten Einsatz von Führungstechniken.

Ziele und Formate

Mit kunstbasierten Interventionen sollen Fähigkeiten gefördert werden, die in der stark quantitativ ausgerichteten Managementausbildung vernachlässigt werden, etwa das Denken in kreativen, abstrakten und nachhaltigen Zusammenhängen. Die herkömmliche Aus- und Weiterbildung steht aufgrund ihrer analytischen Ausrichtung nicht erst seit der Finanzkrise in der Kritik, denn erst Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit

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