changement!
Stand: November 2017

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CM vom 28.11.2017, Heft 08, Seite 41, CM1265488
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Satisficing-Prinzip: Gut ist gut genug

Martin Claßen

Martin Claßen, Chefredakteur

Veränderungsprozesse werden niemals perfekt ablaufen, sie müssen aber den Ansprüchen der Verantwortlichen genügen. Dafür gibt es das Satisficing-Prinzip. Es strebt für den Zielzustand kein Nonplusultra an, sondern legt eine realistische Messlatte an und setzt die Mittel sparsam ein, damit der Wandel mit einer ausreichenden Lösung fortgesetzt werden kann.

In Unternehmen mit dem Drang zur Vollkommenheit bzw. einem Null-Fehler-Mantra geht es andauernd um Spitzenleistung: Zufrieden sind das Top-Management und viele Mitarbeiter frühestens dann, wenn das Optimum erreicht ist. Es gibt zwei Motive für dieses Maximizing-Prinzip (Nutzenmaximum): das organisatorische Ziel, besser als der Wettbewerb zu sein, und das individuelle Bedürfnis nach Perfektion. In beiden Fällen gerät jedoch leicht der dafür erforderliche Aufwand aus dem Blick. Müssen es wirklich immer 100 Prozent sein, wie etwa in den Hochrisikobereichen Lufttransport, Kernkraftwerk und Rechnungswesen? Gerade bei Veränderungsprozessen ist dies lebensfremd: Die hundertprozentige Zustimmung aller Stakeholder – utopisch. Die vollständige Partizipation aller Betroffenen – idealistisch. Die lückenlose Qualifizierung aller Betroffenen – unrealistisch.

Zielniveau vorher festlegen

Angestrebtes Zielniveau vorher festlegen

Der US-amerikanische Soziologe Herbert A. Simon, einer der ersten Träger

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