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Stand: November 2017

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CM vom 28.11.2017, Heft 08, Seite 16 - 17, CM1265467
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Aus Erfahrung

Fünf Fragen an Klaus Endress, Präsident des Verwaltungsrats der Endress+Hauser-Gruppe

Klaus Endress

Klaus Endress ist Präsident des Verwaltungsrats der Endress+Hauser-Gruppe, ein weltweit führender Anbieter von Prozess- und Labormesstechnik, Automatisierungslösungen und Dienstleistungen mit Sitz in Reinach (Schweiz). Er absolvierte ein Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität Berlin und war bei verschiedenen Firmen in den USA tätig, ehe er 1979 ins väterliche Unternehmen eintrat. 1995 übernahm Klaus Endress als CEO die Leitung der Firmengruppe, die er bis 2014 innehatte.

Bislang hat sich im Change Management noch kein Konzept als ultimativ richtig erwiesen. Veränderungen in Organisationen verlaufen höchst unterschiedlich. Deshalb sind die Erfahrungen, Erlebnisse, Eindrücke der Verantwortlichen auch so verschieden. Uns interessiert die persönliche Perspektive von erfolgreichen Managern. Diesmal stellt sich Klaus Endress unseren fünf Satzeröffnungen.

Klaus Endress

Meine bislang größte / wichtigste Business Transformation war …

… ein Reengineering unserer europäischen Vertriebsorganisation Ende der 1990er-Jahre. Wir haben dabei auf Erfahrungen aufgebaut, die wir einige Jahre zuvor mit einem Vorläuferprojekt in unserem deutschen Sales Center gesammelt hatten. Diese neuen Strukturen im Vertrieb wollten wir nun mit einem europaweiten Projekt über sämtliche Sales Center auf dem Kontinent ausrollen. Unser Ziel war, 20 Prozent mehr Umsatz ohne zusätzliche Kosten zu ermöglichen, indem wir die Oberfläche zum Markt und zu den Kunden vergrößern und die Prozesse zwischen unseren Vertriebs- und Produktionsgesellschaften – letztlich der gesamte Erfüllungsprozess vom Kunden zum Kunden – durchgängiger machen und verschlanken. Das alles musste natürlich bei laufendem Betrieb umgesetzt werden; also sozusagen eine Operation am offenen Herzen! Aber es war nicht allein von den Dimensionen her ein gewaltiges Projekt. Es war auch deshalb schwierig,

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