changement!
Stand: August 2018

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CM vom 28.08.2018, Heft 06, Seite 52 - 54, CM1278793
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Bürgerinitiativen als externe Stakeholder

Dr. Jan-Hendrik Kamlage / Sebastian Sponheuer

Dr. Jan-Hendrik Kamlage ist Leiter des Forschungsbereichs Partizipationskultur des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Er forscht zum Thema Bürgerbeteiligung.

Sebastian Sponheuer ist Hilfskraft am Bereich Partizipationskultur des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen.

Viele Veränderungsprozesse tangieren die Außenwelt eines Unternehmens. Haben diese Einfluss auf die Lebensqualität, so organisiert sich der Widerstand oft in Bürgerinitiativen. In den Firmen haben diese keinen guten Ruf, weil sie als „anti“ und damit als Gegner empfunden werden. Dabei sind Bürgerinitiativen einfach nur ein weiterer Stakeholder, der spezifische Interessen besitzt und der deshalb ernst genommen werden muss.

Unsere moderne Gesellschaft ist in permanentem Wandel. Manchmal treiben Unternehmen den Wandel, etwa durch Innovationen, voran. Manchmal bremsen sie ihn durch Marktmacht und Lobbyismus, wegen ihres Interesses am Status quo. Manchmal lassen die Unternehmen den Wandel einfach geschehen.

Wandel erzeugt Konflikte. Konflikte sind der gesellschaftliche Normalfall, wie es Ralf Dahrendorf einmal gesagt hat. Denn Wandel bedeutet oft, dass Lasten, Risiken und Nutzen neu und zuweilen ungerecht verteilt werden, und das führt zu Auseinandersetzungen. Unternehmen planen neue Standorte oder erweitern diese, wollen Betriebe schließen und bauen umfangreiche Infrastrukturen wie Windparks, Kraftwerke, Stromnetze, Bohrinseln, Straßen und Schienen. Kurzum: Unternehmen treten als Vorhabenträger auf und entwickeln Projekte, die selten bei allen Betroffenen Jubel auslösen.

Lasten, Risiken und Nutzen von Vorhaben

Betroffene Gruppen, Verbände und Bürgerinitiativen kritisieren beispielsweise die Veränderungen des

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