changement!
Stand: Dezember 2018

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CM vom 28.12.2018, Heft 09, Seite 10 - 13, CM1290054
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Morgen wird es besser

Martin Claßen

Martin Claßen ist selbstständiger Berater und Chefredakteur von changement!

Die Basis von Veränderungsprozessen sind Geschichten, die zeigen, dass die Zukunft schöner und leichter als die Gegenwart wird. In Zeiten vieler Fake Stories haben Erzählungen jedoch eine Bewährungsprobe zu bestehen: Sie müssen glaubwürdig sein. Vermutlich wird die Messlatte beim Storytelling in den 2020er Jahren noch höher liegen. Was macht eine gute Zukunftsgeschichte aus?

Der Wirtschaftssoziologe Jens Beckert zeigt eindrücklich, dass die Marktwirtschaft auf Imagination und Fiktion beruht, also auf Erzählungen, was morgen besser sein wird (siehe Interview ab Seite 26 in dieser Ausgabe). Deshalb bauen Change Leader bekannte Megatrends und anschauliche Prognosemodelle in ihre wohlklingenden Narrative ein, um den Veränderungsprozess zu begründen und durchzusetzen. Der Schriftsteller Philipp Schönthaler bringt es auf den Punkt: „Zahl und Wort: Beide bürgen für eine Wahrheit: facts tell, stories sell. Mit Zahlen machen wir die Rechnungen, mit Worten sorgen wir dafür, dass ihnen auch alle Folge leisten.“

Glaubwürdigkeit von Zukunftsgeschichten

Wie wird nun eine Erzählung über künftige Zustände glaubwürdig, obwohl man die Zukunft bekanntlich nicht vorhersagen und in unserer volatilen, ungewissen, von Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägten Welt nicht einmal erahnen kann? Zum einen liegt es an der Glaubwürdigkeit des Storytellers, um den es hier aber nicht gehen

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